Meine erste Mitteldistanz beim OstseeMan 2026 in Glücksburg…
Ein Bericht von Marie:
Nachdem ich letzten Sommer meine Fußballschuhe an den Nagel gehängt habe, konnte ich mich ganz dem Triathlon und dem strukturierten Training widmen. Und da kam, die Herausforderung mit einer Mitteldistanz genau richtig. Im letzten Jahr haben wir in Glücksburg schon am Schwimmwettkampf „Fördecrossing“ teilgenommen, und so fiel die Entscheidung schnell auf den OstseeMan an gleicher Stelle.
Wir sind am Freitagnachmittag mit dem Wohnmobil am Behelfscampingplatz nicht unweit der Wechselzone angereist und konnten uns gut einrichten. Samstag stand dann alles im Zeichen der Vorbereitung. Ein kurzer Streckencheck und leichte Aktivierung hatten schon Lust auf mehr gemacht. Durch die kurzen Wege war auch der Bike-Check-in schnell erledigt und ich konnte mich auf den nächsten Tag freuen. Die Stimmung vor Ort war entspannt und Vorfreude lag in der Luft. Die Bedingungen versprachen optimal zu werden. Ein Sonne-Wolken-Mix mit wenig Wind und maximal 22 Grad waren die Aussicht. Nachdem es im letzten Jahr bei 15 Grad und stürmischen Winden stattgefunden hatte, war ich mehr als froh über diese Aussichten. Und deshalb, hielt sich die Nervosität auch noch im Rahmen.
Am Renntag klingelte der Wecker dann um 6:30 Uhr und die Nervosität war auch langsam da. Aber die Vorfreude ebenso. Und so ging es vor dem Start noch einmal in die Wechselzone für die allerletzten Handgriffe. Kurz vor dem Start waren meine Liebsten zum letzten Drücken da und ich konnte mich auf viel Support freuen. Auch Mario, Carmen und Nadja aus dem TriTeam waren da, um Kevin und mich bei unserer ersten Mitteldistanz zu unterstützen. Ich startete um 8:35 Uhr und habe versucht, alles wie im Training zu absolvieren.
Das Schwimmen war zu Beginn ziemlich intensiv und man musste sich seinen Platz erkämpfen. Nach 500 m kam ich dann in meinen Rhythmus und habe die Bojen gezählt und auf dem Rückweg die Seesterne am Ostseegrund. Auf dem Rückweg wurde die Ostsee dann etwas wellig und ich habe einige Schlucke Salzwasser abbekommen. Mit meiner Schwimmzeit war ich sehr zufrieden. Denn dafür konnte ich im Winter viel mit dem TriTeam trainieren. Gemeinsam haben wir viele Stunden im Becken verbracht und einige hilfreiche Tipps zu meinem Schwimmstil konnte ich dann sehr gut umsetzen.
Auf dem Rad wusste ich, dass ich nicht übertreiben durfte, was bei der Euphorie und dem Support an der Strecke gar nicht so einfach war. Bei meinen vorherigen olympischen Distanzen im Triathlon, hatte ich es auf einen 30er-Geschwindigkeits-Schnitt geschafft und der stand zu meiner Überraschung auch jetzt auf dem Tacho. Ich war happy, aber auch besorgt, ob dann der Lauf nach fast 600 Höhenmetern (von wegen flaches Norddeutschland … 😉) noch so gut sein würde. Zu Beginn fühlte es sich alles noch gut an und ich dachte, ich schaue mal, wie lange das so hält. Die Laufstrecke verlief über 3 Runden wirklich traumhaft, fast immer am Wasser entlang. Hier war richtig tolle Stimmung und man wurde somit über die Laufstrecke getragen. Die letzten 5km wurden allerdings noch zu einem echten Willenskampf, da mein Magen so langsam nicht mehr wollte. Aber das kauft man ja auch irgendwie mit … Als ich dann endlich auf den Zielkanal abbiegen durfte, kamen die letzten Energiereserven zum Jubeln hervor und ich konnte so glücklich und zufrieden mein erstes Mitteldistanz-Finish feiern.
Mein Ziel von unter 6 Stunden habe ich mit 5:43h deutlich unterboten und sogar meine Halbmarathon-Bestzeit aufgestellt. Klasse, was so ein strukturiertes Training mit einem netten Team und tollen Supportern an der Strecke alles bewirken kann!
In erster Linie danke ich meinem Mann Moritz, der mich zu diesem Sport gebracht hat und mich überzeugt hat, wie schön dieser Sport ist. Und dem TriTeam! Ein toller bunter Haufen, von dem man gefeiert wird wie ein Star, wenn man einen Wettkampf absolviert oder auch einfach beim Schwimmtraining um 8 Uhr morgens auf der Matte steht. 😉
Die schönen und harten Momente mit allen Teilnehmenden auf der Strecke, den Zuschauern und eigenen Fans teilen zu können, gibt es so nur bei solchen Sportevents.
Den OstseeMan kann ich nur wärmstens empfehlen! Die Organisation ist top und vor Ort sind es nur kurze Wege. Das Startgeld ist fast nur halb so hoch wie bei Ironman-Veranstaltungen und die Stimmung vor Ort ist wirklich toll und unheimlich motivierend.
Bericht/Fotos: Marie


